| Title | Der weisse Tiger
Roman |
|---|---|
| Original title | The white tiger |
| Author | Aravind Adiga; aus dem Englischen von Ingo Herzke |
| Publication | Beck |
| Size | 318p |
| Language | GER |
| ISBN | 9783406576911 |
| Topics |
Indian fiction--English--Translated into German Indian fiction--Social |
| Notes | Balram Halwai wurde in Laxmangarh, einem ländlichen Dorf im verarmten Hinterland Indiens geboren. Sein Vater ist Rikschafahrer, seine Mutter so schwer erkrankt, dass sie ihr Bett nicht mehr verlässt. Die Existenz von Halwai ist für seine gesamte Großfamilie so unbedeutend, dass sie ihm in seinen ersten Lebensjahren nicht einmal einen Vornamen gibt. Seine Familie ruft ihn Munna – Junge. Seinen Vornamen erhält er erst von seinem Grundschullehrer, der ihn nach einem Begleiter des Gottes Krishna Balram nennt. Halwai erweist sich in der Schule als lernwilliges und lernfähiges Kind. Trotzdem zwingt ihn seine Familie, die Schule abzubrechen und zu arbeiten, damit sie die Schulden zurückzahlen können, die sie wegen der Mitgift für eine seiner Cousinen auf sich genommen haben. Sein Bruder Kishan bringt ihn in Dhanbad in dem Teeladen unter, in dem er auch selber arbeitet. Auch Kishan musste die Schule abbrechen, um der Familie zu helfen, die Schulden wegen einer Mitgift abzuarbeiten. Aber, wie Halwai festhält, einen echten Unternehmer zeichnet aus, dass er in der Lage ist, schlechte Nachrichten in gute zu verwandeln. Halwai nutzt seine Arbeit, um die Gespräche der Kunden mitzuhören und so seine unfertige Ausbildung fortzusetzen. Auf Grund seiner schlechten Leistungen als Hilfskellner in dem Teeladen wird Halwai schließlich in sein Heimatdorf zurückgeschickt. Halwai beschließt, Fahrer zu werden, hat aber große Mühe jemanden zu finden, der ihn das Autofahren lehrt. Er gehört der Kaste der Süßigkeitenmacher an und – wie ihm einer der Taxifahrer erklärt, den er um Fahrunterricht anfleht – ein Auto zu fahren, ist wie einen wilden Hengst zu zähmen. Nur ein Junge aus einer der Kriegerkasten kann dies erlernen. Bestechung verhilft ihm schließlich zu Fahrunterricht und Glück zu seiner Stelle als Fahrer. Er wird Fahrer des gerade aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrten Mr. Ashok, Sohn des Großgrundbesitzers und Geldverleihers, bei dem Halwais Familie sich regelmäßig verschuldet und den das Dorf "den Storch" nennt. Gemeinsam mit Ashok und seiner Frau Pinky Madam zieht Halwai nach Neudelhi, einer Stadt, in der die Korruption besonders weit verbreitet und der Kontrast zwischen den wohlhabenden und armen Bevölkerungsschichten stark ausgeprägt ist. Als Pinky Madam in Delhi bei einer Fahrt durch die Slums ein Kind überfährt, wird Halwai gezwungen, dafür ein vom Anwalt aufgesetztes Schuldbekenntnis zu unterschreiben: Sollte jemand in der Lage sein, eine Verbindung zwischen dem toten Kind und dem Wagen der Ashoks herstellen, so steht der Schuldige fest. [wikipedia] |